U. Schäfer - A. Woede
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Sprechstörungen Kinder

Störungen der Artikulation

Bei einer reinen Artikulationsstörung kann ein Laut nicht oder nicht korrekt gebildet werden. Ein typisches Beispiel hierfür ist der Sigmatismus interdentalis („Lispeln“), bei dem der S-Laut mit der Zunge zwischen den Zähnen gebildet wird.

Störungen der willkürlichen Sprechmotorik (Entwicklungsdyspraxie)

Bei der Entwicklungsdyspraxie  ist die Planung und Ausführung von Sprechbewegungen betroffen. Diesen Kindern fällt es schwer,  Laute willkürlich zu bilden und sie zu Silben und Worten zu verbinden. Das Sprechen ist häufig von Suchbewegungen der an der Artikulation beteiligten Organe begleitet. Die motorischen Bewegungsabläufe können nicht oder nur schwer im Gehirn abgespeichert bzw. abgerufen werden. 
Die Entwicklungsdyspraxie geht häufig mit einem verspäteten Sprechbeginn einher. Das Sprachverständnis ist wesentlich größer als der aktive Wortschatz.
 
Störungen des Redeflusses

  • Stottern
    Wenn Kinder stottern, können folgende Symptome auftreten:
  • Wiederholungen
  • Dehnungen
  • Blockierungen
Ebenso kann es zu Begleitsymptomen wie unwillkürlichen Mitbewegungen oder dem Abbrechen des Blickkontaktes kommen.
Stottern kann in der Intensität stark schwanken.
Die Therapie kann die Symptome mindern, indem sie die Angst vorm Stottern nimmt und Sprechtechniken anbietet, die das Sprechen erleichtern. Die Angehörigenberatung spielt eine große Rolle.
  • Poltern
Hierbei handelt es sich um eine Redeflussstörung mit schneller, überhasteter Sprechweise. Typischerweise kommt es zu einer undeutlichen Aussprache, hohem Sprechtempo und „Verschlucken“ von Silben.

Sprechstörungen im Zusammenhang mit Lippen-Kiefer-Gaumen-Segel-Spalten

Eine Lippen-Kiefer-Gaumenspalte gehört zu den häufigsten angeborenen Fehlbildungen. Durch Erbanlage oder Infektionen kommt es während der Schwangerschaft zu einer Fehlbildung beim ungeborenen Kind. Lippen, Kiefer, Gaumen bzw. Gaumensegel schließen sich während der vorgeburtlichen Entwicklung nicht oder nicht vollständig. Die so entstandenen ein- oder beidseitigen Spalten können häufig nach und nach operativ verschlossen werden.

Durch die Spaltbildung kann es zu Beeinträchtigungen der Lautbildung, der Sprechatmung, des Stimmklangs (Näseln) und zu Hörstörungen kommen. Ebenso kann  das Essen und Trinken des Säuglings betroffen sein.