U. Schäfer - A. Woede
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Sprechstörungen Erwachsene

Dysarthrophonie / Dysarthrie

Beide Begriffe werden z. Zt. synonym verwendet. Gemeint sind damit Störungen in der Ausführung von Sprechbewegungen, die zentral oder peripher bedingt sein können. Die Symptome einer Dysarthrophonie können sein:  undeutliche Aussprache, verlangsamte Sprechweise,  nasaler Stimmklang, eingeschränkte Sprechmelodie, veränderte Lautstärke, gestörte Atemkontrolle, vermehrter oder verminderter Speichelfluss.
Häufige Ursache für diese Sprechstörung ist ein Schlaganfall oder eine Hirnblutung. Auch bei verschiedenen Muskelerkrankungen wie z.B. Morbus Parkinson,  Multipler Sklerose, ALS tritt eine solche Symptomatik auf.

Sprechapraxie


Sprechapraxie ist eine Störung der Planung der Sprechmotorik. Die Programmierung und die sequentielle Anordnung von Bewegungen der Artikulationsorgane sind gestört. Die grundsätzliche Beweglichkeit hingegen ist erhalten.
Es kommt bei dieser Störung beim Sprechen zu teilweise sehr starken Suchbewegungen. Der Bewegungsablauf und damit das Sprechen sind dadurch zögernd und verlangsamt.
Ursachen hierfür können Schlaganfälle, Hirnblutungen, Schädel-Hirn-Traumata oder Hirntumore sein.

Störungen des Redeflusses
 

  • Stottern 
    Beim Stottern kommt es zu unfreiwilligen Wiederholungen von Lauten, Silben und Wörtern, zum Dehnen eines Lautes und/oder zu Blockierungen. Begleitsymptome sind häufig Sprechangst, Vermeidungsverhalten, Mitbewegungen des Körpers und Einschieben von Füllwörtern.
     
  • Poltern
    Hierbei handelt es sich um eine Redeflussstörung mit schneller, überhasteter Sprechweise. In Folge eines Missverhältnisses der motorischen Sprechfertigkeit zum Sprechtempo kommt es zu einer undeutlichen Aussprache, hohem Sprechtempo und „Verschlucken“ von Silben.