U. Schäfer - A. Woede
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Hörstörungen Kinder

Periphere Hörstörung

Bei einer peripheren Hörstörung können Geräusche und Sprache vom Ohr nicht richtig aufgenommen werden, weil  Mittel- und/oder Innenohr geschädigt sind. Das betroffene Kind kann nicht richtig hören. Ursachen können Geburtsschäden, erbliche Ursachen, Fehlbildungen oder Erkrankungen sein. Periphere Hörstörungen können auch durch Krankheiten (z.B. Masern) oder häufige zu laute Geräusche entstehen. Zeitweilige Hörstörungen entstehen bei Mittelohrentzündungen durch Verlegung des Mittelohrs durch Sekret.
Hörstörungen beeinflussen die Sprachentwicklung, sie verläuft dann verzögert bzw. unvollständig.

Auditive Wahrnehmungsstörung

Im Gegensatz zur peripheren Hörstörung kann das Kind alle Geräusche und Sprachlaute richtig aufnehmen, das periphere Hören (die Reizweiterleitung im Ohr) ist intakt. Geräusche und Laute werden jedoch im Gehirn nicht richtig verarbeitet.
So kann es zu Störungen in verschiedenen Teilbereichen kommen. Kinder sind teilweise sehr schreckhaft bei lauten Geräuschen, können nicht hören, aus welcher Richtung ein Geräusch kommt oder können sich Gehörtes nicht gut merken. So kann ein Auftrag wie „Bring die Tasse und die Flasche“ zu lang sein und das Kind kann sich nur einen Teil merken (es bringt z.B. lediglich die Tasse). Für einige Kinder hören sich ähnlich klingende Wörter (z.B. Kanne – Tanne) gleich an.
Dies kann Auswirkungen auf die Aussprache, das Sprachverstehen und das Lesen und Schreiben lernen haben.